Zur Wirtschaftslage. Eine Glosse von Richard Krause

Kaum ein deutscher Rentner verfügt über einen eigenen schwarz gebauten Swimmingpool. Foto: Jayen 466

 

 

Ist was? Ja doch, die Steuerquellen sprudeln in Deutschland so kräftig wie noch nie! Das ist nur vordergründig dem globalen Bedarf der Unterwelt an teutonischen PKW der Sternenklasse zu verdanken. 

Das hohe Steueraufkommen ist zu einem Großteil Ergebnis der kumulierten Inflation, bei der die kalten Steuerprogression zuschlägt. Das wird daran deutlich, dass der Bürger heutzutage inflationsbereinigt nicht mehr zu essen vermag als etwa vor der Einführung des Euro.

 

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands ist insgesamt günstig, wie die Exportüberschüsse belegen. Der guten Ordnung halber hinzurechnen muss man die Schattenwirtschaft. Deren Anteil am Bruttoinlandsprodukt wird an der Differenz der gesamten im Umlauf befindlichen Geldmenge zu der Summe der offiziell bar bezahlten Güter und Dienstleistungen bemessen. Demnach entfallen hierzulande lediglich 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf die Schattenwirtschaft. Dieser Bereich ist also ausbaufähig. Dafür spricht auch der internationale Vergleich. Anders als im Süden Europas verfügt kaum ein deutscher Rentner über einen eigenen schwarz gebauten Swimmingpool. Auch bei unseren Staatsbediensteten sieht es nicht viel besser aus. Sie sind trotz fortschreitender Europäisierung finanziell weit überwiegend auf ihren Dienstherren angewiesen, weil große Teile der Bevölkerung sich immer noch weigern, anständige Bestechungsgelder zu zahlen. Dabei zeigt die internationale Mafia überzeugend, dass es auch anders geht. Es bleibt noch viel zu tun, packen Sie es an!        

 

 

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