HSV. Eine Satire von Richard Krause

Foto: Piotr Drabik
Foto: Piotr Drabik

War was? Ja doch, der HSV hat die Abstiegszone der Fußballbundesliga verlassen! 

 

Das ist einer neuen Taktik zu verdanken, gegensätzlich zu der bisherigen Übung, Punktspiele nicht zu verlieren. Für alle, die aktuell nicht im Thema sind: Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.

 

Vor allem die Abwehr des HSV hat zugelegt und zwar um 85 Kilo des bulligen neuen Verteidigers Kyriakos Papadopoulos. Sein Kampfgewicht verteilt sich in etwa hälftig auf Muskeln und konsequentes Zweikampfverhalten. Manche Leute halten Fußball für eine Sache von Leben und Tod. Seien Sie versichert, für Papadopoulos ist es viel wichtiger. Er ruht nicht, bis sein Gegenspieler auf dem Boden liegt. Möglicherweise ist er im Aszendenten ein Judokämpfer. 

 

Auch im Sturm hat sich die Mannschaft verbessert. Nachdem das neue Sturmgewehr G36 bei der Bundeswehr auf Kritik stieß, griff der Traditionsverein auf eine altbewährte Angriffsstrategie zurück: er verstärkte seinen Sturm personell. Das war zweifelsohne die richtige Entscheidung. Insbesondere die mangelhafte Treffsicherheit des G36 bei Hitze wäre für eine Mannschaft, die auch im Sommer ins Tor treffen möchte, untragbar.

 

Lautete der bisherige Eindruck „gegen uns hätten wir auch gewonnen“ (Klaus Allofs), können sich die ersten Ergebnisse dieses Jahres sehen lassen. Um es mit den Worten eines ehemaligen Nationalspielers zu sagen: wir haben vom Feeling her ein gutes Gefühl. So mancher träumt schon von höheren Zielen als dem Klassenerhalt. Hierfür bedarf es einer gezielten Schulung der Spieler. Ihnen soll dem Vernehmen nach in den kommenden Trainingseinheiten vermittelt werden, dass der Ball rund ist und das Spiel 90 Minuten dauert, von denen die ersten eineinhalb Stunden die schwersten sind. Dieses Wissen schließlich hat bereits die Mannschaft Sepp Herbergers zum Weltmeistertitel geführt.

 

Wie geht es weiter mit dem HSV? Das ist Schnee von morgen. Bleiben Sie gespannt!      

 

 

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