Herzoperationen. Eine Satire von Richard Krause

Ein Bild auf früheren Zeiten: räumlich desorientierter Herzchirurg auf der Suche nach verlegten Kranzgefäßen. Foto: Ion Chibzii.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist was? Ja doch, Herzoperationen gelingen immer besser! Das sagen jedenfalls Patienten, die eine OP am Herzen überlebt haben.

Laut des neuesten Krankenhausspiegels der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft, in den mehr als 25.000 operative Eingriffe am Herzen eingeflossen sind, ließ sich auch die Überrlebensrate verbessern. Das gelang den Herzstationen durch Austausch der Krankenhauskeime gegen Sauerstoff. 

 

Daneben gibt es an Kliniken kreative Vorstöße, die so genannten weichen Faktoren zu verbessern, um den Kranken den Klinikaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Auf den Männerstationen tragen junge Schwestern schon mal Schminke und gelegentlich Körbchengröße Doppel D. Probeweise werden enge Uniformen getestet, wie sie bei Flugbegleiterinnen schon lange üblich sind. Das soll Männer motivieren, den Eingriff am Herzen in eine frühere Lebensphase vorzuverlegen, was die Komplikationsrate senke. Bei den Frauen wird montags Männerstrip geboten. So kann auch der Verwaltungsdirektor, Sie wissen schon: der Mann mit dem Rotstift, etwas zur Genesung der Patientinnen beitragen. Auch die vielfach kritisierte Essensversorgung hat sich gebessert seitdem die Imbissbuden im Klinikumfeld genutzt werden können. Die Begeisterung bei den Patienten kennt in Folge keine Grenzen. Die ersten haben schon angefangen Doppelherz zu trinken, um einen Anspruch auf eine zweite OP zu erwerben.

 

Wie geht es weiter mit der Hamburger Herzchirurgie? Das ist Schnee von morgen. Lassen Sie eine HerzOP machen und bleiben Sie gespannt!   

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