Feinstaub

Feinstaubdüne. Foto: Rosa Cabecinhas, Alcino Cunha
Feinstaubdüne. Foto: Rosa Cabecinhas, Alcino Cunha

Ist was? Ja doch, Kinderärzte fordern Einhaltung der EU-Feinstaub-Grenzwerte.

 

Das Anliegen ist nachvollziehbar. Wie lebensfeindlich Feinstaub ist, lässt sich an der Sahara erkennen. Die Sandwüste lässt kein Leben zu, weil sie von Natur aus mit Feinstaub belastet ist.

Deutschland, das keine Gebietsanteile an der Sahara besitzt, ist gezwungen, den Feinstaub selbst zu erzeugen. Geeignete künstliche Feinstaubquellen sind Heizungsanlagen und Autos. Auch Politiker wirbeln viel Staub auf. Manche haben Staubaufwirbeln sogar zu ihrem Lebensinhalt gemacht. Allerdings muss man an dieser Stelle Politiker loben, die viel Lärm um nichts machen, denn das ist feinstaubneutral.  

 

Feinstaub ist gefährlich, weil es in der Bevölkerung Ängste erzeugt. Hierzulande wurden selbst Erwachsene schon bei bloßem Anblick einer Feinstaub-Messstation von einer inneren Unruhe befallen. Sensible Menschen sollten deswegen zum Wohle ihrer Gesundheit einen großen Bogen um die Messstationen machen und aufregende Medienberichte zu diesem Thema meiden. Ihr Blutdruck wird es ihnen danken. 

 

Kinder, Kranke und Alte sind bekanntlich die Schwächsten unserer Gesellschaft. Während Kranke und Alte in Krankenhäusern und Altenheimen vor Feinstaub geschützt werden, ist die Situation der Kinder dramatisch. Bei ihnen greift der schulische Schutz vor Feinstaub erst mit dem 6. Lebensjahr. So sind grade die besonders anfälligen Kleinkinder dem Feinstaub ausgesetzt, vorwiegend auf Spielplätzen mit Sandkisten. Bei weiten nicht alle Eltern sind so verantwortungsvoll, ihre Kinder einige Stunden vor den Fernseher zu setzen, damit sie sich vom Feinstaub erholen können.

 

Armes Deutschland!

 

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