Jens Spahn, der Gesundheitsprophet. Eine Satire von Humor los!

Kassenkrone - Zeichen für Reichtum
Kassenkrone - Zeichen für Reichtum

Ist was? Ja doch, mit Jens Spahn ist über Nacht Reichtum unter den Sozialhilfeempfängern ausgebrochen. Sein denkwürdiger Satz „Hartz IV bedeutet nicht Armut“ trägt schon erste Früchte, besonders im Gesundheitswesen. Mit dem plötzlichen Schwinden der Armut schaffen sich auch armutsbedingte Krankheiten ab. Die einzigartige Erfolgsbilanz lässt Ärzte vor Neid erblassen: weniger Krebs, Umwelt-, Verschleiß- und Stoffwechselkrankheiten! Nur durch ein Interview in der Presse! Es sollte ergründet werden, ob Spahn einen Heiligenschein trägt oder übers Wasser gehen kann.  

 

Spahns Motto, lieber reich und gesund als arm und krank, ist dabei nicht neu, sondern gekonnt umgesetzt. Damit zeigt der konservative Macher auch allen Che Guevaras, Wagenknechts und Lafontaines dieser Welt: so geht Revolution, von oben! 

 

Doch das ist beileibe nicht alles. Der Mann hat noch mehr Großes vor. Pflegekräfte sollen mehr verdienen. Dem Vernehmen nach sollen sie dazu nebenberuflich, ähnlich wie Politiker, hoch dotierte Aufsichtsratsposten bekleiden dürfen. 

 

Ein besonderes Bonmot für die nunmehr definitionsgemäß nicht armen, also reichen, Bezieher der Grundsicherung macht die Runde. Sie dürfen sich steuerlich arm rechnen und Steuern sparen. Bereits mit der ersten Villa können sie mehr Verluste geltend machen, als sie jemals zum Leben übrig hatten. Mehr soziale Gerechtigkeit und christliche Nächstenliebe kann man nicht verlangen. Das Minus auf dem Konto sollte niemanden schrecken; Was ist schon Geld, wenn man reich ist.

 

Eine soziale Aufwertung könnte auch die Kassenkrone bekommen. Sie wissen schon, Stahlzähne, wie sie der Beisser in alten James-Bond-Filmen trug. Die bisherige Regelversorgung der Krankenkassen könnte leicht als „Hartz-IV für Zähne“ zum Reichtumszeichen hochgelobt werden. Regelversorgungsempfänger würden mit solchem Zahnersatz nicht mehr nur schnöde versorgt, sondern wahrhaft gekrönt werden. Sie stünden dann mit der Queen offiziell auf einer Stufe, dürften ihr Hauspersonal züchtigen, farbige Hüte tragen und Unbekannten grundlos zuwinken.

 

Wie wird sich die Gesundheitspolitik entwickeln. Das ist Schnee von morgen, bleiben Sie gespannt!